
Natürliche Materialien liegen der Designerin Anu Leinonen besonders am Herzen. Wenn Anu Leinonen zum Arbeiten in ihr Sommerhaus fährt, entfaltet die umgebende Natur sofort ihre Wirkung. „Ich spüre richtig, wie sich meine Energie hier verändert“, beschreibt Anu. „Die Natur um mich herum ordnet meine Gedanken.“ Arbeitstage im Sommerhaus beginnen mit einer Runde Schwimmen am Morgen; notwendige Pausen werden für ausgiebige Waldspaziergänge genutzt. „Das Arbeiten hier ist friedlich und fokussiert, deshalb konzentriere ich mich an diesem Ort oft ganz auf die Planung und das Design“, sagt Anu, die für ihr Kunsthandwerk auch Birkenrinde verwendet. Der Wald rund um ihr Sommerhaus ist dabei nicht nur eine Inspirationsquelle, sondern auch eine wahre Schatzkiste für Materialien, die sie dort sammelt.

Ihre Bad-Kollektion hat sich zu einem echten Klassiker von Lapuan Kankurit entwickelt.
Anu arbeitet seit Jahren mit Lapuan Kankurit zusammen und gehört zu den festen Designern des Hauses. „Meine Kooperation mit Lapuan Kankurit begann durch eine Reihe von Zufällen“, erzählt sie. Zuvor hatte sie Mode für ein französisches Unternehmen in Paris entworfen; nach ihrer Rückkehr nach Finnland entschied sie sich, neue Wege zu gehen. „Ich ging zum Schwimmen und wünschte mir sehnlichst ein leichtes Handtuch, das man sich einfach überwerfen kann“, sagt Anu. Ein solches Handtuch gab es damals noch nicht – bis sie mit Lapuan Kankurit bekannt gemacht wurde und begann, Badtextilien für das Unternehmen zu entwerfen. „Ich hatte schon vorher viel Leinen und Wolle in meinen eigenen Kollektionen verwendet“, sagt sie. „Die Arbeit mit Lapuan Kankurit ist eine natürliche Weiterentwicklung meiner bisherigen Projekte.“
Ihre Entwürfe für Lapuan Kankurit wurden bereits ausgezeichnet: Das Muster KASTE erhielt 2012 den MUOTO-Award. Anus Designs sind bekannt für ihre ästhetisch entspannte und weiche Formgebung. Den Designprozess beginnt sie oft mit der Erkundung von Farben und dem händischen Ausprobieren von Mustern. Während viele Designer am Computer arbeiten, liegt Anu das Arbeiten von Hand mehr im Blut. „Auf diese Weise kann ich direkt sehen, wie meine Idee auf einem tatsächlichen Produkt wirken würde“, sagt sie. Ideen reifen oft jahrelang in ihrem Kopf, bevor sie tatsächlich mit der Umsetzung beginnt.

Das Ausprobieren verschiedener Garne gibt ihr die Möglichkeit, Streifen und Oberflächen ganz konkret vor sich zu sehen. Wenn sie ihre Idee skizziert und erste Muster angefertigt hat, bespricht Anu deren Umsetzung mit Lapuan Kankurit. „Wir färben die Farbtöne ein und testen verschiedene Webarten.“ Beim Weben des Prototyps zeigt sich oft, welche Elemente noch einmal überdacht werden müssen – und Anu sagt, dass dieser Arbeitsschritt oft angenehme Überraschungen bereithält. „Wenn wir auf Herausforderungen stoßen, führt deren Lösung oft zu neuen Entdeckungen. Es ist faszinierend, den gesamten Prozess des Webens von Leinenstoffen zu begleiten.“
Anu hat Lapuan Kankurit auch schon auf internationale Fachmessen begleitet. Sie sagt, dass sich die hohe Qualität der Textilien und die Vision des Unternehmens ausgezahlt haben und international deutlich wahrgenommen werden. „Es gibt mir unglaublich viel positive Energie zu sehen, wie sehr den Menschen hohe Qualität und ökologischer Fokus von Jahr zu Jahr wichtiger werden“, sagt sie. Nachhaltige Designs aus echten Naturmaterialien sind gefragter denn je.
Text: Aino Hyyryläinen, Fotos: Katja Lösönen

