Frei schwebend – Armi Teva

Armi Teva ist eine finnische Keramikerin, bildende Künstlerin, Designerin und Illustratorin, die die Herzen des Publikums mit ihren fröhlichen und fesselnden Gesichtsskulpturen aus Keramik im Sturm erobert hat. Nun finden sich ihre unbeschwerten und freiheitsliebenden Motive auch auf den Textilien von Lapuan Kankurit wieder.

„Ich glaube, mein Stil ist eine Mischung aus meiner eigenen Persönlichkeit und den verschiedenen Einflüssen, die das Leben mit sich gebracht hat. Ich habe schon immer eine schwebende Leichtigkeit geliebt, die – wie ich finde – widerspiegelt, wer ich als Mensch bin. Ich genieße und schätze es sehr, wenn Dinge mit einer gewissen Selbstsicherheit und Lebensfreude angegangen werden – wenn man dem Leben mit einer spielerischen Einstellung begegnet.“

Armi Teva

„Es heißt oft, die Kunst ahme das Leben nach. In Armis Fall ist es vor allem die Kunst, die das Leben der Künstlerin widerspiegelt. Ihr ausdrucksstarker Stil ist absolut authentisch – er zeigt, wer sie im Kern ist, und entwickelt sich doch stetig mit ihr weiter.“

Armi arbeitet intuitiv und ohne große Vorabplanung. Das Zeichnen und Malen sind für sie sowohl der Weg zur Inspiration als auch die Entstehung ihrer Kunst selbst. Und wenn etwas einmal nicht funktioniert, kann die Richtung spontan geändert werden.


„Ich entscheide nie im Voraus, dass ich mich jetzt hinsetze, um eine ganz bestimmte Blume zu zeichnen. Meine Ideen entstehen direkt beim Machen.“

Die Arbeit mit Textilien war Neuland für Armi.

„Ich habe diese Erfahrung sehr genossen. Es war faszinierend, das Handwerk kennenzulernen – als Neuling die Motive zu entwerfen und dann mitzuerleben, wie die wahren Meister des Materials diese auf den Stoff übertragen. Ich habe viel über die Farbarbeit mit Kettfäden gelernt und darüber, wie konkret Farbe bei Textilien ist – dass zum Beispiel Grau durch das Mischen von schwarzem und weißem Garn entsteht.“

„Es war außerdem eine erfrischende Abwechslung, zuerst ein Probestück weben zu lassen, um zu sehen, ob die Ideen funktionieren oder ob noch etwas angepasst werden muss – in der Keramik ist das Ergebnis meist endgültig. Ich würde wahnsinnig gerne noch mehr über das Weben lernen und weiterhin mit Textilien arbeiten.“

Die Zusammenarbeit von Armi mit Lapuan Kankurit umfasst zwei Designs: KAKSIN und RANNALLA.

„Besonders KAKSIN ist ein echtes Beispiel dafür, wie die meisten meiner Arbeiten entstehen. Ich fing an, verschiedene Blumen und Pflanzen zu zeichnen, und die Formen ergaben sich fast wie von selbst – was wäre, wenn ich diese große Blume mit einem Schwanenhals als Stiel zeichnen würde? Dann probierte ich noch einiges aus, und immer mehr Ideen kamen zum Vorschein. Das Design wurde förmlich vor meinen Augen geboren. RANNALLA ist das Gegenstück dazu; hier wurden Elemente aus KAKSIN übernommen, um die Umgebung der Schwäne in den Mittelpunkt zu rücken.“

Photos @Henri Vogt